Mal eine Frage an dich: Wie behandelst du deine Träume, Wünsche und Ziele im Leben?

Damit meine ich deine wirklich wichtigen Themen im Leben. Deine Lebenspfade, dein Familienleben, deinen Karriereweg, deine Werte, die du lebst.

Immer dann, wenn wir vor wichtigen Entscheidungen im Leben stehen, ergeben sich meist eine Vielzahl an Möglichkeiten. Hier beginnt oftmals schon der Kampf damit, diese zu priorisieren. Wähle ich Option A oder B? Nun, eigentlich erscheint ja auch C recht attraktiv.

Der nächste entscheidende Schritt besteht dann oft darin, welche Gewichtung wir der jeweiligen Option geben. Bin ich der Typ „All in“ oder doch lieber versuchen, mehrere Projekte zu kombinieren, was demnach dann wiederum bedeuten kann, dass ich meine Energien und Vorhaben entsprechend aufteilen muss.

Vielleicht entscheide ich mich lieber gar nicht, denn wenn ich mich für eine Variante entscheide, dann heißt dies ja im Umkehrschluss, dass ich mich gegen eine andere Option aussprechen muss.

Klar, wer nichts entscheidet, kann auch keine Fehler machen.

Wer immer „gute“ Gegenargumente findet, wird sich langfristig selbst im Wege stehen:

  • Ich bin unglücklich in meinem Job, aber mit dem Chef kann man nicht reden und wechseln kommt für mich nicht infrage
  • Ich würde ja gerne mal im Ausland arbeiten, aber ich kann doch meine Eltern nicht alleine lassen
  • Im Grunde liebe ich meinen Partner nicht mehr, aber eine Trennung wäre so schmerzvoll…

Diese oben aufgeführten Double binds führen schnurstracks in eine Spirale aus Hätte-Wäre-Könnte.

Wer wirklich wichtige Themen anpacken möchte, kommt eben manchmal nicht drumherum, Veränderungen einzuleiten. Auch wenn dieses bedeutet, dass es wehtut: Dass man Altes loslassen muss, um Platz für Neues zu schaffen.

Sich zum Beispiel eine Trennung zu wünschen, die nicht schmerzhaft ist und nicht begleitet von Gefühlen wie Trauer, wird ein watteweicher, frommer Wunsch bleiben. Und sich für eine Sache zu entscheiden, bedeutet eben manchmal auch, sich gegen eine andere auszusprechen.

Eine Entscheidung zu treffen, kann natürlich ein gewisses Risiko beinhalten. Keiner kann dir orakeln, dass auf jeden Fall immer alles zu 100% glattläuft.

Wie auch? Wir können nicht alle möglichen Parameter ausloten.

Doch dies bedeutet nicht, dass du dich schicksalsergeben allem fügen müsstest.

Klar kann Veränderung angsteinflößend sein.

Sorgen darum, was wird, sind menschlich. Schließlich bist du kein Roboter.

Der Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass-Weg mag zwar anfänglich verlockend erscheinen, doch die Frage ist: Macht er dich mittel- und langfristig auch glücklich und zufrieden?

Wer mit seiner Lebenssituation hadert und zetert, jedoch alles beim Alten lässt und hofft, mit immer gleicher Routine eine Veränderung herbeizuzaubern, wird früher oder später feststellen, dass sich dies als Sackgasse erweist.

Menschen mit hohem Selbstwirksamkeitsempfinden warten weder auf das Schicksal, noch darauf, dass sich die Menschen in ihrem Umfeld verändern. Vielmehr sind sie es, die merken, dass sie das Zepter selbst in die Hand nehmen müssen – im Vertrauen auf ihre Stärken, die sie gelehrt haben, auch mit Imponderabilien umgehen zu können.

Von nix kommt eben auch nix.

In diesem Sinne,

alles Liebe, Melanie

 

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