Erwartungen sind selten Quelle der Freude, sondern oftmals Ausgangspunkt für Frustrationen.

Häufig beobachte ich dabei zwei Phänomene:

a) Du schließt von deinem Handeln auf Andere

Wenn du nur immer gibst, immer hilfsbereit bist und stets ein offenes Ohr für deine Mitmenschen hast, dann wird dir dies mit gleicher Münze zurückbezahlt. So weit, so falsch.
Das altbekannte Sprichwort „So wie man in den Wald ruft…“ funktioniert manchmal, doch eben nicht immer.
Deine Werte mögen Geben-und-Nehmen, Fairness oder soziale Balance sein, doch so sehr ich da bei dir bin, teilen sie eben nicht alle. Dein Werteverständnis ist nicht gleichsam ein Automatismus für die Reaktionen anderer.

b) Du richtest deine Erwartungen an das Außen

Mein Chef müsste…
Mein Partner müsste…
Meine Freunde müssten…
Das Leben müsste….

Ja, manches läuft echt bescheiden. Das Leben spielt dir gerade wirklich übel mit. Auf der Fairness-Skala ist noch richtig viel Luft nach oben. Ich kenne diese Situationen. Du kennst diese Situationen.
Da hat man doch, verdammt nochmal verdient, auch ein kleines Stück vom Glück abzubekommen.
Doch das suchst du ausgerechnet im Außen?

 

Soll das jetzt heißen, dass ich gar keine Erwartungen mehr an mein Leben haben soll?

 

Mitnichten!
Nur, wer im Außen auf Erfüllung hofft, der begibt sich in einen Bereich, der sich jenseits seines Einflusses befindet. Gerade weil sie sich unserer Kontrolle entziehen, sind Erwartungen im Außen so häufig die Ausgangslage für Enttäuschungen, Missmut und Frustration.

Frage dich, was du vom Leben erwartest und mit welchen Hilfsmitteln du deine Erwartungen erfüllen kannst. Was ist aktuell wichtig für dich, damit du deine Mitte findest? Welche Maßnahmen sind notwendig, damit du ins Handeln kommst?

Ab dem Moment, wo du bei dir, deinen Werten und deinen Überzeugungen bleibst, kurbelst du deine Selbstwirksamkeit an. Und dies führt unweigerlich dazu, dass auch deine Außenwirkung eine andere wird:
Du gibst, weil du geben möchtest, nicht weil du eine Gegenleistung erwartest.
Du liebst, weil du dich bewusst Tag für Tag neu dazu entschließt, nicht weil du verlangst.
Du machst, jenseits aller Opferrollen, weil du bist und weil du kannst.

Alles Liebe,
Melanie

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