Über Mich

Im Folgenden möchte ich dir einen Überblick darüber geben, was ich bislang in meinem Leben beruflich gemacht habe und warum Hochbegabung und Hochsensibilität dabei eine wichtige Rolle spielen.

Mein berufliches Ich

Studium der Pädagogik 

Schon während der Gymnasialzeit war mir klar, dass ich einmal einen Beruf ausüben möchte, in dem Menschen im Mittelpunkt stehen. Ich hatte und habe den starken Wunsch, Menschen mit all ihren Bedürfnissen, Sorgen aber auch Potentialen und besonderen Begabungen zur Seite zu stehen. Das Studium war für mich eine gute Gelegenheit, einerseits mein Interesse für wissenschaftliches und analytisches Arbeiten auszuleben und andererseits durch diverse Praktika, Menschen unterschiedlichster Couleur kennenzulernen und sie ein Stück ihres Lebensweges begleiten zu dürfen.

Promotion Psychologie zum Dr. phil.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich von mir sagen, dass ich eine ausgewogene Balance zwischen Kopf- und Bauchmensch gefunden habe und diese intensiv lebe.

Als ich mich in der Dissertationsphase befand, stand der Kopfmensch Melanie im Vordergrund. Fasziniert von der analytisch geprägten wissenschaftlichen Arbeit wollte ich noch mehr in die Tiefe gehen.

Warum tickt ein Mensch wie er tickt?
Warum handelt ein Mensch wie er handelt?
Welche Motivation treibt ihn an? Was hat ihn geprägt?

In meiner Untersuchung arbeitete ich mit Anorexiepatientinnen, ein Personenkreis, bei dem nicht selten auch Hochsensibilität vorliegt. Nur, dass ich zum damaligen Zeitpunkt, noch nie etwas von HSP gehört hatte.

In der Retrospektive betrachtet, war mein Weg und Werdegang wohl doch nicht so analytisch wie gedacht. Meine Intuition hat mir sehr wegweisend, wenn auch damals unbewusst, die Richtung aufgezeigt. Es findet eben immer zusammen, was zusammen gehört.

Schuldienst

Als mein Sohn mit 2,5 Jahren in den Kindergarten kam, schaute ich mich nach einem Tätigkeitsfeld um, welches mir die Möglichkeit gab, sowohl die pädagogischen als auch die psychologischen Anteile meiner wissenschaftlichen Ausbildung zu kombinieren und so fand ich mich als Lehrerin im Schuldienst wieder.

An dieser Tätigkeit, die ich bis heute ausübe, schätze ich besonders die Individualität eines jeden Schülers und somit auch eines jeden Arbeitstages. Dies ist ein Raum, der Kreativität zulässt, bei dem ich nahe am einzelnen Schüler wie auch Kollegen sein darf. Ich fördere, wertschätze, ermutige, biete an, habe ein offenes Ohr.

Die Schüler betrachte ich mit all ihren Facetten, schwäche ihre Schwächen und stärke ihre Stärken, denn so viel ist klar: jeder einzelne Schüler hat sein buntes, reiches und geniales Potential, welches erkannt und ausgelebt werden will.

Und durch meine eigene erkannte Hochsensibilität gelingt es mir, die individuellen Bedürfnisse derjenigen Schüler auszuloten, welche ebenfalls hochsensibel sind. Sitzt dieser Schüler am geeigneten Arbeitsplatz? Benötigt er eine kurze Auszeit?

Ausbildung zum Coach

Mit Anfang 30 bekam mein Anderssein endlich einen Namen. Ich saß mit meiner Freundin vor einer Tasse Tee als sie mir ein Buch reichte mit den Worten „Darin geht es um HSP. Ich hab es durchgelesen. Da wirst auf jeder Seite du beschrieben.“ Keine zwei Stunden später hatte ich das Werk zu Ende gelesen und spürte Erleichterung und Freude. Erleichterung darüber, dass es auch andere wie mich gibt. Und Freude darüber, dass es mir schon immer recht leicht gefallen war, dieses Anderssein – auch wenn ich damals noch keinen Namen dafür hatte – als Gabe und Geschenk zu betrachten, welches ganz viele Vorteile mit sich bringt.

Wie bestimmt viele von euch auch, las ich mich durch sämtliche Literatur und schaute Online-Videos zu diesem Thema. So gelangte ich schließlich zu Anne Heintze und ihrer OpenMind-Akademie: http://www.open-mind-akademie.de

Als ich dann auch noch die ersten Anzeichen für HB und HS bei meinem Sohn entdeckte, stand der Weg klar vor mir: Ich wollte mein persönliches und theoretisches Wissen um Hochbegabung und Hochsensibilität in einen professionellen Rahmen bringen, mich mit Gleichgesinnten vernetzen und eine Grundlage schaffen, um auch anderen Menschen dabei zu helfen, einen entspannten und wohlwollenden Umgang mit ihrer HB und HS zu finden, damit sie ihre vielfältigen Potentiale voll ausschöpfen können.

Mein privates Ich

Oder: Wie ich die Balance zwischen smart und emotion fand…

Wie ich bereits erwähnt habe, war ich bis ungefähr Anfang 30 – zumindest mit den Begrifflichkeiten – „Hochbegabung und Hochsensibilität“ nicht in Berührung gekommen. Intuitiv spürt man zwar, dass man in manchen Dingen anders tickt, jedoch wusste ich dieses Anderssein nicht zuzuordnen.

Aus heutiger Sicht bezeichne ich mich als Studentin als typischer Perfektionist, der gerne im sechsten Gang auf der linken Spur unterwegs war.

Zwar freute ich mich über meine Erfolge, so richtig glücklich machten sie mich jedoch nicht. Häufig hatte ich das Gefühl, einfach Glück gehabt zu haben. Mitunter kam es auch vor, dass ich mir quasi selbst ein Bein stellte, indem ich vermeintlich zu einfache Klausurfragen x-mal nach einer möglichen „Falle“ absuchte.

Große Erleichterung brachte mir erst das Zusammentreffen mit Anne Heintze von der OpenMind-Akademie, da ich hier von dem so genannten Hochstapler-Phänomen erfuhr, eben jene Erscheinung, die dem Betroffenen suggeriert, nicht er selbst sei Dank seiner Talente, Begabungen und Fähigkeiten Urheber seines Erfolges, sondern Glück und wohlwollende Mitmenschen hätten zum erfolgreichen Ergebnis geführt.

Dieses neue Wissen darum setzte eine ganze Kette in Gang.

Nun konnte ich auch diesen Aspekt meiner Persönlichkeit ganz für mich annehmen, etwas, was mir bei der Hochsensibilität nie schwer gefallen war.

Zwar hatte ich ja, wie obig beschrieben, für meine sensible Seite, auch lange keinen begrifflichen Rahmen, aber hier standen und stehen immer deutlich die Vorteile dieser Gabe im Vordergrund.

Diese Form des tieferen Fühlens, tieferen Sehens und intensiveren Erlebens würde ich unter keinen Umständen wieder hergeben wollen.

So habe ich heute, mit Anfang 40, mein Gleichgewicht in den diversen Rollen als

  • Ehefrau
  • Mutter eines hochbegabten und hochsensiblen Sohnes
  • professioneller Coach und Beraterin
  • Lehrerin und
  • langjährige beste Freundin

gefunden.

Herzlichst, Melanie

 

 

 

 

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